Trainerinnen und Trainer stehen im Zentrum eines komplexen Geflechts von beruflichen Zusammenhängen. In allen diesen beruflichen Umgebungen werden spezifische Kompetenzen gefordert.
E-B-T-A legt daher seiner Weiterbildung für Business Trainer
Lerngruppe - Trainer
In diesem Berufskontext geht es unter anderem
darum abschätzen zu können, welche Planungsressourcen (Zeit, Expertise usw.) der Trainer benötigt
um eine klare, sachgerechte Einschätzung der eigenen Kompetenz und des Lernziels der Lerngruppe
darum, die Zusammensetzung und berufliche Umgebung der Teilnehmer einschätzen zu können
darum, die unterschiedlichen Einstellungen zu einer Veranstaltung in der Lerngruppe einschätzen zu können
um die Fähigkeit, ein klares Ziel (Wissensvermittlung, Verhaltensänderungen, Einstellungen und Haltungen) einer Veranstaltung definieren zu können
darum, die Gruppendynamik in der Lerngruppe einschätzen und handhaben zu können
darum, an unterschiedliche Kommunikationsstile andocken zu können
um Kooperationsfähigkeit mit Cotrainern
darum, lerntheoretische Konzepte zu kennen und in unterschiedlichen Umgebungen anwenden können
um didaktisch und methodisch professionelle Vorbereitung und Durchführung von Lehr- Lernveranstaltungen
Auftraggeber - Trainer - Lerngruppe
In der Kommunikation und Interaktion zwischen Auftraggeber, Trainer und Lerngruppe kommt es auf folgende Aspekte an:
Wer ist der Auftraggeber (z.B. bei organisationsinternen Veranstaltungen: ggf. Unterschied zwischen Gesprächspartner und Entscheider, bei organisationsexternen Veranstaltungen der Selbstzahler im Unterschied zum Teilnehmer, bei dem die entsendende Organisation zahlt usw.), wer sind die Teilnehmer (z.B. Auswahl, Zusammensetzung, wer entscheidet über beides)?
Klärung der expliziten und impliziten Ziele des Auftraggebers (z.B.: Ist die Teilnahme an der Veranstaltung eine Belohnung oder sollen für die Organisation relevante Ressourcen weiterentwickelt werden, dient sie dem Sozialprestige/ist sie diesem abträglich)
Was ist aus Sicht des Auftraggebers ein positives/negatives Ergebnis der Maßnahme und wie wird beides gemessen (z.B. Evaluationsverfahren)?
Offenheit und Kooperationsbereitschaft des Auftraggebers
Kontrollbedürfnis des Auftraggebers gegenüber dem Trainer (z.B. Vertraulichkeitsschutz, Feedbacks, Freiheit für den Trainer bei der didaktischen/inhaltlichen Gestaltung der Veranstaltung usw.)
Widerstände und Ängste der Teilnehmer gegenüber dem Trainer (bei internen Trainern)
Contracting Trainer – Auftraggeber (Regelungsgegenstände, sonstige Vertragsgestaltung usw.)
Wechselwirkungen der Kommunikation und Interaktion zwischen Auftraggeber, Trainer und Lerngruppe für Konzipierung, Durchführung und Erfolg der Veranstaltung (organisationsinterne Veranstaltung)
Funktion der Veranstaltung für die beauftragende Organisation (z.B. Erweiterung der Ressourcen, Belohnung/Kompensation von Defiziten, Zutrittsvoraussetzung zu Hierarchiestufen, Abwälzen von (Führungs-)Aufgaben auf das Training/den Trainer, Verbesserung der Unternehmensbindung usw.)
Lern- und Fehlerkultur, (Transfer-)Unterstützung von Teilnehmern, Wissensmanagement in der beauftragenden Organisation
Transparenz des Trainers gegenüber den Teilnehmern bezüglich Vertrauensschutz und angenommenen Aufträgen des Auftraggebers (wieweit kann das durch interne Trainer eingelöst werden?)
Weiterbildungsanbieter - Trainer
Auch die Kommunikation und Interaktion in der (Weiterbildungs-) Organisation, in der der Trainer arbeitet gehört zu den Kontexten seiner professionellen Berufsausübung. Hier geht es um folgende Aspekte:
Aufbau-, Ablaufstruktur, Leistungsspektrum der Organisation (Trainingsunternehmen, Bildungsabteilung einer Organisation)
Funktion und Vernetzung der Organisation (Trainingsunternehmen, Bildungsabteilung einer Organisation) im Bildungssystem
Contracting Trainer - Trainingsunternehmen
Gestaltungsfreiheit vs. Kontrollbedürfnis der Organisation (Trainingsunternehmen, Bildungsabteilung einer Organisation) gegenüber dem Trainer
Unterstützungsfunktionen für den Trainer (z.B. fachlich, Supervision usw.) in der Organisation (Trainingsunternehmen, Bildungsabteilung einer Organisation)
Gesamtsystem Trainertätigkeit - Umwelt
Trainerinnen und Trainer bewegen sich in einer Umwelt, die vielfältige Anforderungen an ihre Kompetenz stellt. Dazu gehören folgende Aspekte:
Aufbau und Funktionsweise des nationalen Bildungssystems; Funktion der eigenen Tätigkeit in diesem Kontext
Bildungspolitische Meilensteine (national, europäisch), Zuordnung der eigenen Tätigkeit dazu (z.B. lifelong – learning)
Spezifika von Weiterbildung/Erwachsenenbildung gegenüber anderen Bildungsbereichen
Soziologische Entwicklungstrends und ihre Relevanz für Erwachsenenbildung (z.B. Wissensgesellschaft)
Personalmanagement (Auswahl, Personalentwicklung)
Bildungsmanagement und Unternehmensführung und -gründung (z.B. Positionierung auf dem Bildungsmarkt, Produktentwicklung, Marktanalyse, Marketinggrundlagen)
Alle Trainerkompetenzen, die gebraucht werden, um sich professionell in diesem Bereich zu bewegen werden in den dafür vorgesehenen Modulen der Weiterbildung trainiert.
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